14. August 2022 / 19:27 Uhr

Musiala, Müller, meisterlich: FC Bayern schlägt Wolfsburg souverän – Mané im Abseitspech

Musiala, Müller, meisterlich: FC Bayern schlägt Wolfsburg souverän – Mané im Abseitspech

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern gewann auch das zweite Bundesliga-Spiel der neuen Saison souverän.
Der FC Bayern gewann auch das zweite Bundesliga-Spiel der neuen Saison souverän. © IMAGO/Sven Simon/Eibner (Montage)
Anzeige

So spielt ein deutscher Meister: Der FC Bayern München hat am 2. Spieltag der Bundesliga auch mit dem VfL Wolfsburg keine großen Probleme gehabt und bleibt Tabellenführer. Die Abseitsregel vermieste Toptransfer Sadio Mané allerdings ein perfektes Heimdebüt.

Der FC Bayern München hat auch im zweiten Saisonspiel keine Zweifel an seiner Favoritenrolle in dieser Bundesliga-Spielzeit aufkommen lassen. Dank eines souveränen, eines Meister würdigen 2:0 (2:0)-Heimsiegs gegen den VfL Wolfsburg vor 75.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Allianz Arena verteidigte der FCB seine Tabellenführung vor Borussia Dortmund souverän. Bayern-Juwel Jamal Musiala (33. Minute) und Thomas Müller (43.) sorgten für ein perfektes Heimdebüt des FCB, der vom VfL nicht wirklich gefordert wurde – nur für einen sollte es nicht ganz so rund laufen: Topneuzugang Sadio Mané erzielte gleich zwei Abseitstreffer und blieb damit bei seinem ersten Einsatz in der Münchner Arena torlos. Wolfsburg bleibt durch die Niederlage unterdessen sieglos und muss sich mit einem Punkt Rang 14 mit Hertha BSC teilen.

Anzeige

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann setzte gegen den VfL wie angekündigt auf exakt die Elf, die auch im Eröffnungsspiel der Bundesliga mit 6:1 bei Eintracht Frankfurt begonnen hatte. Das bedeutete auch: Millionenzugang Matthijs de Ligt saß zunächst ebenso wie Leroy Sané nur auf der Ersatzbank. Bayerns Ex-Coach Niko Kovac bot bei seiner ersten Rückkehr nach München den ehemaligen Kapitän Josuha Guilavogui auf. Beim 2:2 zum Auftakt gegen Werder Bremen war der Routinier eingewechselt worden, sorgte für defensive Stabilität.

Und auch gegen die Bayern hielt die Wolfsburger Defensive zunächst – was aber auch daran lag, dass der FCB anders als im DFL-Supercup (5:3 gegen RB Leipzig) und beim Bundesliga-Start nicht wie die Feuerwehr loslegte. Die erste Torchance des Rekordmeisters hatte Verteidiger Benjamin Pavard mit einem Kopfball an die Latte erst in der 13. Minute. Kurz zuvor trafen die Bayern schon mal das Aluminium – aber ihr eigenes. Eine Flanke von Patrick Wimmer lenkte Alphonso Davies ungeschickt an den eigenen Pfosten (3.).

Anzeige

Erst gegen Mitte der Halbzeit sollte die unsagbar druckvolle neue Bayern-Offensive um Superstar Sadio Mané ins Rollen kommen. Nach Gnabry-Zuckerpass vom Strafraumrand aus netzte der Senegalese unter großem Jubel der Fans ein (19.) – doch der Treffer sollte wegen einer Abseitsstellung Manés nicht zählen, so das Ergebnis einer minutenlangen VAR-Überprüfung. Spätestens jetzt hatte der FCB die Kontrolle über die Partie – und Musiala (33.) erzielte nach feinem Dribbling das Führungstor. Im Alter von 19 Jahren und 169 Tagen ist der DFB-Star nun der jüngste deutsche Spieler in der Bundesliga-Historie, der 14 Bundesliga-Treffer erzielt hat. Noch vor der Pause legte Müller (43.) mit einem Billiardtor nach. Der Routinier fälschte einen Schuss von Joshua Kimmich entscheidend und unhaltbar für Wölfe-Keeper Koen Casteels ab.

Wer die ersten Bayern-Pflichtspiele in dieser Saison gesehen hat, wusste bereits, dass sich die Münchner in ihrer bestechenden Frühform eine solche Führung nicht mehr nehmen lassen würden – und so kam es dann auch. Im zweiten Abschnitt verwaltete der Serienmeister seinen Vorsprung souverän, ohne zu viele Körner zu verbrauchen. Auch dem eingewechselten Max Kruse gelang es nicht, die Wende einzuleiten. Die klar besseren Bayern hatten deutlich mehr Ballbesitz und ließen ihre Klasse aufblitzen.

Trotz noch einiger guter Chancen sollte Mané bei seinem Heimdebüt im Pech bleiben: Auch in der zweiten Halbzeit erzielte der Ex-Liverpooler ein Abseitstor, diesmal per Kopf nach Vorlage von Müller (72.). In der 80. Minute war für Afrikas Fußballer des Jahres im Wechsel mit Mathys Tel dann torlos vorzeitig Schluss.