08. August 2022 / 19:59 Uhr

"Körperlichkeit, Kopfballstärke und Torgefahr": BVB-Sportdirektor Kehl erklärt Modeste-Transfer

"Körperlichkeit, Kopfballstärke und Torgefahr": BVB-Sportdirektor Kehl erklärt Modeste-Transfer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Anthony Modeste (links) passt in das Anforderungsprofil von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.
Anthony Modeste (links) passt in das Anforderungsprofil von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl. © IMAGO/Sportfoto Rudel/Kirchner-Media (Montage)
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Der Transfer von Anthony Modeste zu Borussia Dortmund ist perfekt. Der BVB vermeldete am Montagabend, dass der Stürmer vom 1. FC Köln einen Einjahresvertrag unterschrieben hat. Dortmund-Sportdirektor Sebastian Kehl erklärt die Entscheidung für den 34-Jährigen.

Bullig, kopfballstark, erfahren – Borussia Dortmund setzt nach dem monatelangen Ausfall des an einem Tumor erkrankten Neuzugangs Sébastien Haller auf Anthony Modeste. Bei der kniffligen und eiligen Suche kam der Angreifer des 1. FC Köln dem Anforderungsprofil des ambitionierten Revierklubs am nächsten. Am Montag unterschrieb der 34 Jahre alte Franzose einen Einjahresvertrag. "Wir hatten uns nach der Analyse der vergangenen Spielzeit bewusst dazu entschieden, einen eher klassischen Stoßstürmer zu verpflichten, der unserem Offensivspiel eine gewisse Körperlichkeit, Kopfballstärke und Torgefahr verleiht", erklärt BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl die Entscheidung für den erfahrenen Angreifer.

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Daher sei man "vor dem Hintergrund der Erkrankung von Sébastien Haller", der erst in diesem Sommer von Ajax Amsterdam zu den Westfalen gewechselt war, froh, dem Kader "kurzfristig einen solchen Stürmer hinzufügen" zu können. "Einen gestandenen Profi, der die Bundesliga bestens kennt, der in der vergangenen Saison 20 Tore erzielt hat und der mit seinem Profil genau jene Rolle einnehmen kann, die sich unser Trainer Edin Terzic für den BVB-Fußball vorstellt", führt Kehl in der Klub-Mitteilung weiter aus.

Doch nicht nur das sportliche Profil von Modeste, der in der vergangenen Saison 20 Bundesliga-Tore erzielte und damit entscheidend zur Europapokal-Rückkehr der Kölner beitrug, dürfte für eine Verpflichtung gesprochen haben. Auch die vertraglichen Parameter schürten das BVB-Interesse. Die Ablöse für den zuvor nur noch bis 2023 an Köln gebundenen Profi ist mit angeblich fünf Millionen Euro überschaubar und passte in die Vorgabe, nicht mehr als zehn Millionen Euro für das Gesamtpaket auszugeben. Dass Modeste zudem bereit war, nur für ein Jahr zu unterschreiben, bevor Haller nach auskurierter Krankheit wieder zur Verfügung steht, erleichterte die Gespräche.

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"Dem 1. FC Köln bin ich sehr dankbar für die schöne und erfolgreiche Zeit", sagt Modeste selbst und erklärt zudem den abermaligen Weggang. Denn: Wie schon 2017, als er nach einer famosen Saison mit 25 Toren und dem Kölner Einzug in die Europa League überraschend nach China gewechselt war, zog er sich in der Domstadt den Unmut vieler Fans zu. "Mit dem Angebot des BVB hat sich für mich die in meinem Alter einmalige Chance ergeben, auch in der Champions League spielen und mich auf höchstem Niveau beweisen zu können. Ich freue mich über diese Gelegenheit und verspreche, dass ich alles für den Erfolg des Teams und des gesamten Klubs geben werde“, so Modeste.